i 18 pecs austausch klunser ungarnaustausch 2018

Unsere erste Begegnung mit den Schülern aus unserer Partnerschule in Ungarn, dem Klára-Leöwey-Gymnasium in Pécs, fand am 3.4.2018 statt. Aufgeregt und neugierig zugleich warteten wir auf unsere Austauschschülerinnen. Als sie dann endlich kamen, begrüßten wir sie herzlich und hießen sie in Graz willkommen.

Nach einer Stunde, in der wir uns mit ein paar Spielen näherkamen, hatten wir die Erlaubnis zu gehen, um uns besser kennenzulernen. Vier Tage verbrachten die ungarischen Schüler bei uns und wir arbeiteten auch an einem gemeinsamen Projekt. Zusammen erstellten wir Umrisszeichnungen aus historischen Landkarten, befassten uns mit dem Thema „Ungarn und Österreich in der EU“, aber auch mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der beiden Länder in Kultur und Alltag, und schrieben Vorurteile und „Nach-Urteile“ gegenüber den Menschen aus Ungarn auf. Unser Projektergebnis kann man vor der Bibliothek betrachten.
Am Samstag, dem 7.4., ging es zusammen mit unserem Austauschpartner nach Pécs. Nach sieben Stunden Busfahrt kamen wir in der ungarischen Stadt an und wir wurden bereits freudig empfangen. Da meine Austauschschülerin eine Stunde von Pécs entfernt, in einem kleinen Dorf namens Sellye wohnt, konnte ich bereits einige kulturelle Unterschiede feststellen. Zum einen fahren die Einheimischen aus Ungarn um einiges schneller als erlaubt und halten sich also nicht so sehr an die Geschwindigkeitsvorschriften wie die meisten Österreicher, zum anderen gibt es in Ungarn entlang der Landstraßen auffallend viele Friedhöfe. Bei einer 50-minütigen Autofahrt habe ich beispielsweise zirka acht Friedhöfe gesehen. In Österreicher gibt es sie zwar auch, aber sie sind viel abgelegener und nicht direkt an der Straße wie in unserem Nachbarland. Das Haus meiner Gastschülerin, das wir schließlich erreichten, war ein Bauernhaus und recht klein. Trotzdem war alles Essenzielle vorhanden.
Am Sonntag, dem 8.4., besuchten wir zusammen mit einigen Mitschülern die Therme in Siklos. Diese Therme ist zwar um einiges kleiner als eine Therme in Österreich, aber trotzdem hatten wir viel Spaß. Während unserer Zeit in Pécs hatten wir auch viel Gelegenheit, uns die Stadt näher anzusehen. Zusammen mit unseren Professoren, Prof. Kratochwil und Prof. Mitterhuber, aber auch mit den ungarischen Lehrerinnen, die uns täglich begleiteten, besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten, wie den schönen Széchenyi-Platz mit der Moschee Gazi-Khassim (die heutzutage als christliche Kirche dient), den Dom, und die Porzellanfabrik von Zsolnay.
An einem anderen Tag besuchten wir Liptod, ein ungarndeutsches Dorf. Dort leben zirka 200 „Donauschwaben“, eine ethnische Minderheit, die zum Teil noch Deutsch sprechen. Zusammen mit den Dorfbewohnern konnten wir Strudel backen, eine Kutschenfahrt machen, aber wir unternahmen auch eine „Überlebenstour“ im Wald. Diese Tour war nicht besonders gefährlich, aber es war recht lustig. Mit der Klasse und den Professoren unternahmen wir aber nicht nur „kulturelle“ Ausflüge, sondern wir gingen auch „Laser-Attac“ spielen, was sich mit dem „Lasertron“ in Graz vergleichen lässt. In Pécs ist das Spielfeld aber um einiges größer und sogar mit Hindernissen versehen.

Am letzten Abend in Ungarn hatten wir eine Abschlussfeier, wo wir Csárdás und Werbunkosch tanzten, Pizza aßen und Spiele spielten. Wir besprachen auch die „Nach-Urteile“, die wir über Österreich und Ungarn herausgefunden hatten. Uns Schülern der HIB war aufgefallen, dass die Menschen aus Ungarn sehr patriotisch sind. Es hängt überall die ungarische Flagge, auch auf den Gläsern meiner Gastfamilie war die Fahne von Ungarn abgebildet.
Das Fest in der Schule war ein gelungenes Schlussprogramm. Am nächsten Tag, dem Mittwoch, ging es gleich um 8:00 zurück nach Graz. Der Abschied fiel sowohl den österreichischen als auch den ungarischen Schülern schwer und es wurden einige Tränen vergossen. Die meisten nahmen sich aber vor, mit ihren ungarischen Austauschschülern weiterhin in Kontakt zu bleiben, da wir uns gegenseitig alle schon sehr ins Herz geschlossen haben.

 

Sophie Windisch 5B

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