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Nicht nur die Vorfreude, sondern auch die Aufregung war groß, als am 22.3. der Tag unseres Abfluges nach Peking gekommen war. Unsere Gruppe bestand aus zehn Schülerinnen und unseren Professoren Hong-Ling Welter-Yang und Armin Schmidhofer.

Keine von uns war zuvor in China gewesen und obwohl wir im Chinesischunterricht ausgezeichnet auf unsere Reise vorbereitet wurden, wussten wir dennoch nicht so genau, was uns erwarten würde. Nach einem kurzen Flug nach Frankfurt und einem darauffolgenden acht Stunden langen Flug war es endlich soweit – wir waren in Peking angekommen. Natürlich hatten wir alle mit dem Jetlag zu kämpfen, doch für Müdigkeit blieb keine Zeit, da es so viel Neues zu sehen gab. Bereits nach der Ankunft ging es in ein Restaurant in der Nähe unserer Partnerschule, der Beijing Jingshan School, und dann wurden wir auch schon unseren Gastschülerinnen und -schülern vorgestellt. Die Gastfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, mit der uns unsere chinesischen Gastfamilien begegneten, war unglaublich und machte unseren Aufenthalt in der chinesischen Hauptstadt gleich noch unvergesslicher!

Die nächsten Tage wurden von unserer Partnerschule ausgezeichnet organisiert und wir alle bekamen einen sehr guten Einblick in die chinesische Kultur. Die ersten beiden Tage, das Wochenende, verbrachten wir in unseren Gastfamilien und nutzten die Zeit, um die Verbotene Stadt sowie den Beijing Zoo zu besichtigen.

Zu Beginn der Woche wurden wir am Montagmorgen beim Morgenappell der gesamten Schule vorgestellt und danach folgte eine Schulführung. In den nächsten Tagen standen Besichtigungen vieler Sehenswürdigkeiten am Programm: zum Beispiel die des Himmelstempels, des Konfuziustempels und der Großen Mauer sowie Kaligraphie- und Töpferworkshops, ein Besuch in einem traditionell chinesischen Zirkus und einige Schulstunden, die wir in den Klassen unserer chinesischen Austauschschüler verbrachten; wir waren äußerst fasziniert von den Unterschieden zwischen Unterricht in Österreich und dem sehr disziplinierten Unterricht in China.

Das zweite Wochenende wurde wieder mit unseren Gastfamilien verbracht und die meisten von uns besichtigten den Olympiapark der Olympischen Spiele 2008, den Sommerpalast oder gingen shoppen. Welche Programmpunkte auch immer gewählt wurden, eine so andere Kultur entdecken zu dürfen blieb nach wie vor das Highlight.

Ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthaltes war die chinesische Kulinarik. Durch Gemüse, vielfältige Fleisch- und Fischauswahl, Reis, Tofu, Teigtaschen, Nudeln, Peking-Ente, Hot-Pot und noch viele anderen traditionellen Gerichten und Köstlichkeiten stellte die chinesische Küche alles bereit, was das Herz begehrte.

Der Abschlussabend am Ende unserer Woche in Peking wurde sowohl von den österreichischen als auch von den chinesischen Schülern musikalisch umrahmt und zwischen „I Am From Austria“, Walzer und Breakdance stand uns ein reichliches Buffet zur Verfügung.

Der Abschied nahte und bereits am darauffolgenden Montag war es so weit. Unsere Gastfamilien hatten die Zeit mit uns mindestens genauso genossen wie es von unserer Seite der Fall war und so kam es, dass am Flughafen auch die eine oder andere Träne floss…

Den Abschied von unseren Gastschülern sehen wir trotzdem nicht als Abschied, da wir es schon jetzt kaum erwarten können, unsere Austauschpartner im Oktober in Graz begrüßen zu dürfen. Außerdem sind wir uns sicher, dass der Kontakt zu den Gastfamilien auch nach Ende des Austausches bestehen bleiben wird, da wir im Rahmen dieses Austauschprogrammes viele neue Freundschaften knüpfen konnten.

Leider verbrachten wir nur zwölf Tage im wunderschönen Peking und wir waren uns alle einig, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war. Dieser Schüleraustausch stellte eine großartige Gelegenheit für uns dar, das Leben und den Schulalltag in China kennenzulernen sowie einen Einblick in die faszinierende chinesische Kultur und Sprache zu bekommen. Unsere Reise war voll von spannenden Eindrücken, die wir sicher nicht so schnell vergessen werden, und das Leben in der chinesischen Megametropole war eine unvergessliche Zeit!

 

Laura Zotter 6B

 

 

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